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Im Süden geht die Sonne auf

Im Thurgauer Süden geht – symbolisch – die Sonne auf. Denn die Wirtschaftsregion erlebt einen eigentlichen Aufbruch. Ob der Name nun in neuer Frische Südthurgau oder traditionell Hinterthurgau ist – der Immobilienmarkt entlang der Verkehrsachse St.Gallen-Zürich entwickelt sich erfreulich.

Verschiedene Exponenten haben es sich zum Ziel gesetzt, den Bezirk Münchwilen als attraktiven Wirtschaftsraum zu fördern. Die Namensänderung von Hinterthurgau zu Südthurgau ist nicht überall gleich positiv aufgenommen worden. Aber die Diskussion rund um diesen Begriff zeigt, dass die Region zu neuem Selbstbewusstsein erstarkt.
Das stellt auch Andreas Koch fest, der seit kurzem das Kompetenzzentrum für erneuerbare Energie Südthurgau (Keest) als Geschäftsführer betreut. Das Keest ist das vordringlichste Projekt, das der Verein Wirtschaftsraum Südthurgau lanciert hat, um die Region möglichst attraktiv und zukunftsorientiert zu vermarkten.

Die neu gegründete Geschäftsstelle unterstützt Unternehmer und Hauseigentümer in Fragen rund um brachliegendes Potenzial im Zusammenhang mit Energiefragen. Das hat laut Koch konkrete Auswirkungen auf den Wirtschaftsraum: «Wir positionieren die Gegend damit attraktiv als Standort, der als Einzigartigkeit im wirtschaftlichen Bereich erneuerbare Energien ins Zentrum rückt.» Dank dieser Clusterbildung verspricht sich Koch einerseits, dass bestehende Unternehmen auf umweltfreundliche und rentable Technologien aufmerksam werden. Andererseits sei die Region optimal positioniert, um von ansiedlungsinteressierten Unternehmen als Vorreiter im Bereich der erneuerbaren Energien wahrgenommen zu werden.

Werner Fleischmann und Andreas Koch (recht) begutachten die Autobahntafel, die auf die Region Südthurgau aufmerksam macht.

Erstarkende Region mit vernünftigen Preisen

Die aufstrebende Region Süd- beziehungsweise Hinterthurgau widerspiegelt sich in der Geschäftsentwicklung der Fleischmann Immobilien AG: Das Unternehmen baut seine Dienstleistungen mit einer regionalen Liegenschafts-Expertin weiter aus. Immobilienbesitzer profitieren von der herrschenden Investitionsfreude und der Aufbruchstimmung – vor allem auch, weil die Immobilienpreise keinen Vergleich zu scheuen brauchen. 

Kaum im Amt, sind sie schon voll im Schuss: Die Liegenschafts-Expertin Sabina Quinz  von Fleischmann und der Geschäftsführer des Kompetenzzentrums für erneuerbare Energien Südthurgau (Keest), Andreas Koch. Ihre Erfahrungen decken sich mit der Einschätzung von Werner Fleischmann, Inhaber der Fleischmann Immobilien AG: Die Nachfrage nach attraktiven Immobilien und Standorten für Geschäftsmöglichkeiten entwickelt sich zusehends stärker. Liegenschaften in der Region liessen sich heute viel besser verkaufen als noch vor wenigen Jahren, sagt Fleischmann.

Vernetzen und beraten
Andreas Koch ist überzeugt, dass der Südthurgau gute Grundlagen bietet für innovative Geschäftsideen, wobei er mit dem Keest mit positivem Beispiel vorangeht: Er vernetzt Unternehmen mit Energiespezialisten aus dem Bereich erneuerbarer Energien und berät sie in betriebswirtschaftlichen Fragen. Ein Resultat dieser Vernetzung ist das steigende Interesse am Energiecontracting: Unternehmen oder auch Immobilienbesitzer lagern alle Aufgaben rund um die Energieversorgung an einen externen Spezialisten aus. Das Keest arbeitet mit regionalen Anbietern zusammen.

Grosses Einzugsgebiet
Die Region sei sowohl als Lebens- als auch Wirtschaftsraum neu entdeckt worden, freut sich Koch: Unternehmen schätzen das grosse Einzugsgebiet für Arbeitskräfte, nahe gelegene Seminarmöglichkeiten und das innovative Klima. Einwohner auf der anderen Seite profitieren von der Vielfalt an Unternehmen und den Einkaufsmöglichkeiten.

Gute Verkehrserschliessung

Der Südthurgau liege auf der Achse St.Gallen-Zürich optimal: «In der Stadt Wil ist man von den meisten Orten aus in weniger als zehn Minuten, St.Gallen ist ebenfalls nur 15 Autominuten entfernt und Zürich erreicht man in einer guten halben Stunde.» Der neue Autobahnanschluss Wil West werde zu einer weiteren Verbesserung der Verkehrserschliessung beitragen.

Potenzial ausgewiesen
Da auch die Zugverbindungen in den letzten Jahren erheblich optimiert wurden, liessen sich immer mehr Zuzüger aus dem Grossraum Zürich im Hinterthurgau nieder. Allerdings sind laut Werner Fleischmann die Immobilienpreise im Süden des Thurgaus nur ein Bruchteil der Wohnraumkosten in der Agglomeration Zürich gestiegen: «Die steigende Nachfrage nach guten Wohnlagen zu vernünftigen Preisen beweist, dass der Immobilienmarkt im Südthurgau noch Potenzial in sich birgt.»

 


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