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Intakter Thurgauer Immobilienmarkt im Jahr der Bewährung

Im Thurgau sind Einfamilienhäuser gemäss einer Studie der Grossbank Credit Suisse nach wie vor die klassische Wohnform. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass das meiste Wohneigentum solide finanziert ist und dass der Thurgauer Immobilienmarkt in den letzten Jahren kaum zu Übertreibungen neigte. Der langjährige intakte Markt steht im Jahr der Bewährung.

Die Wohneigentumsquote ist im Thurgau gemäss CS-Studie weiter gestiegen, nämlich auf 47.9 Prozent. Sie liegt damit weit über dem schweizerischen Durchschnitt. Werner Fleischmann, Inhaber der Fleischmann Immobilien AG, beurteilt die Situation auf dem Thurgauer Immobilienmarkt nach wie vor als stabil. Vor allem in Zentrumsregionen mit guter Verkehrsanbindung gebe es kaum Leerbestände: "Was produziert wird, nimmt der Markt auf."

Konjunktur wird etwas dämpfen
Allerdings könne sich auch der Thurgau der aktuellen Wirtschaftssituation nicht entziehen: "die Konjunkturaussichten werden die Stimmung naturgemäss noch dämpfen." Dementsprechend prognostizieren auch die Ökonomen der Credit Suisse keine tiefgreifenden Veränderungen. Am stabilsten präsentieren sich die Verhältnisse auf dem Wohnungsmarkt: Von der Zuwanderungswelle gehen weiterhin Impulse aus. Diese fallen zwar geringer aus als im Rekordjahr 2008, werden aber ein Wegbrechen der Nachfrage verhindern. 

Stabile Preise
Da sich die Preise für Wohneigentum in den letzten Jahren gut, jedoch nicht explosionsartig nach oben entwickelt haben, rechnet Fleischmann mit einer Seitwärtsbewegung bei den Preisen für Wohneigentum. Der Thurgau profitiere nach wie vor von der Zuwanderung aus dem benachbarten Deutschland aber auch aus dem Grossraum Zürich, wenn auch eine Verlangsamung des Zuwachses festzustellen sei: "Die Preise sind vergleichsweise günstig, und dank immer besserer Verkehrsanbindung wird es interessanter, im Thurgau an besten Lagen Häuser und Eigentumswohnungen zu erwerben."

Eher mehr Leerwohnungen
Die Credit Suisse rechnet allerdings mit einem Ansteigen des Leerwohnungsbestandes. Werner Fleischmann pflichtet dieser Erkenntnis bei, stellt indes höhere Leerwohnungsbestände vor allem in Randgebieten fest. Im Thurgau lagen die Leerwohnungsziffern in den letzten Jahren vielerorts unter einem Prozent. Gewisse Randregionen und Segmente verzeichneten Werte um die zwei Prozent. Für 2009 wird - so die Erkenntnisse der Studie - generell mit einer Rückkehr der Leerstände auf ein Niveau von über einem Prozent und Preisrückgängen in einzelnen Regionen gerechnet. Diese bewegten sich jedoch im tiefen einstelligen Bereich 

und seien nicht zu vergleichen mit den Preiseinbrüchen auf verschiedenen Immobilienmärkten im Ausland. Die Schweiz habe weder mit einer Preisblase noch mit einem Angebotsüberhang auf dem Wohnungsmarkt zu kämpfen. 

Mehr Eigentumswohnungen
Gewisse Umschichtungen, die den Thurgauer Immobilienmarkt beleben, stellt Fleischmann bei lebenserfahrenen Liegenschaftsbesitzern fest, die in einem grösseren Haus wohnen. "Viele Menschen im Alter ab 60 Jahren fragen sich, ob sie sich ihren dritten Lebensabschnitt etwas einfacher und komfortabler gestalten können. Deshalb hält die grosse Nachfrage nach Eigentumswohnungen in Zentrumsnähe nach wie vor an." Positiv wirkt sich laut Fleischmann auch der gemäss Studie relativ hohe Bestand an familienfreundlichem Wohnraum aus: "Familien können es sich im Thurgau leisten, ein Einfamilienhaus zu kaufen."  


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