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Bauland kaufen im Thurgau
18.11.2016

Bauland kaufen im Thurgau

Bestandteil des kantonalen Richtplans, der die Verteilung und Begrenzung der Siedlungsfläche bis 2040 festlegt, ist neu das Raumkonzept. Bis zur Genehmigung durch den Bundesrat gilt ein Stopp für die Einzonung neuer Baugebiete.

Bestandteil des kantonalen Richtplans, der die Verteilung und Begrenzung der Siedlungsfläche bis 2040 festlegt, ist neu das Raumkonzept. Bis zur Genehmigung durch den Bundesrat gilt ein Stopp für die Einzonung neuer Baugebiete. Das Raumkonzept definiert drei Raumtypen: den urbanen Raum, den kompakten Siedlungsraum und die Kulturlandschaft. Zudem sieht es sechs kantonale Zentren vor (Amriswil, Arbon, Frauenfeld, Kreuzlingen, Romanshorn und Weinfelden) und sechs regionale Zentren (Aadorf, Bischofszell, Diessenhofen, Münchwilen, Sirnach und Steckborn). Das Wachstum soll künftig kanalisiert werden und stärker im urbanen Raum erfolgen, um die Kulturlandschaft vor einer weiteren Zersiedelung zu schützen.

Gesetz gegen die Hortung von Bauland

Rund zwei Drittel der Thurgauer Gemeinden leiden darunter, das Parzellenbesitzer ihr Bauland an zentralen Langen nicht verkaufen wollen. Das ist nicht nur aus Sicht des Liegenschaftsexperten Werner Fleischmann bedauerlich. Auch Andrea Näf-Clasen, Leiterin des Thurgauer Amts für Raumentwicklung, ortet diesbezüglich Handlungsbedarf. Sie rechnet damit, dass noch dieses Jahr ein Gesetzesvorschlag gegen die Hortung von Bauland vorliegen wird. Auch Mindestausnutzungen seien in Zukunft nicht mehr tabu, wobei je nach Standort die Beurteilungen unterschiedlich ausfallen könnten. Ein neues Einfamilienhaus in der Nähe eines hoch frequentierten Bahnhofs mache aus planerischer Sicht wenig Sinn. Hingegen dürfte es in einem Villenquartier weiterhin gut denkbar sein, ein Einfamilienhaus auf einer entsprechenden Parzelle zu realisieren.

Raum zum Atmen trotz Dichte

Neben der qualitativen Siedlungsentwicklung ist natürlich der quantitative Aspekt wichtig: Das Schlagwort lautet dabei Verdichtung. Das heisst beispielsweise: Nutzungsziffern können erhöht werden oder es kann höher gebaut werden als früher, wobei Hochhäuser nur an gut geeigneten Lagen sinnvoll sind. Wir mahnen denn auch, dass die bauliche Verdichtung nicht zu stark einschränken dürfe: «Ein Hasenstall am anderen kann es auch nicht sein.» Näf-Clasen pflichtet bei, indem sie betont, dass Dichte an und für sich nichts Schlechtes sei, wenn man immer noch genügend Raum zum Atmen habe. Für uns ist klar: «Bauland wird knapper, die Parzellenpreise werden steigen und damit werden vermehrt auch innovative Projekte für Wohneigentum und gemischte Nutzungen entwickelt.»

    Verdichtet bauen, aber nicht einengend: Reiheneinfamilienhäuser.

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