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Hausverkauf im Thurgau: Grundst├╝ckgewinnsteuer bei Ersatzbeschaffung aufschieben!
18.08.2017 Sabina Quinz

Hausverkauf im Thurgau: Grundst├╝ckgewinnsteuer bei Ersatzbeschaffung aufschieben!

Beim Verkauf einer Immobilie wird auf den realisierten Gewinn die Grundst├╝cksgewinnsteuer erhoben. Im Falle einer sogenannten Ersatzbeschaffung (Kauf einer anderen Immobilie f├╝r Eigenbedarf) wird diese Steuer im Kanton Thurgau aufgeschoben.

Beim Verkauf einer Immobilie wird auf den realisierten Gewinn die Grundstückgewinnsteuer erhoben. Im Falle einer sogenannten Ersatzbeschaffung (Kauf einer anderen Immobilie für Eigenbedarf) wird diese Steuer im Kanton Thurgau aufgeschoben.

Die Besteuerung wird gemäss Gesetz aufgeschoben bei «Veräusserung einer dauernd und ausschliesslich selbstgenutzten Wohnliegenschaft (Einfamilienhaus oder Eigentumswohnung), soweit der dabei erzielte Erlös innert angemessener Frist zum Erwerb oder zum Bau einer gleichgenutzten Ersatzliegenschaft in der Schweiz verwendet wird».

Das bedeutet: Die Ersatzbeschaffung gilt für Wohnliegenschaften am Wohnsitz des Verkäufers. Dauernd ist die Selbstnutzung dann, wenn die Nutzung ohne Unterbruch erfolgt –  ein kleiner Spielraum für vorübergehende Unterbrüche besteht. Als ausschliesslich gilt die Selbstnutzung dann, wenn die Immobilie dem eigenen Wohnzweck dient. Arbeitszimmer oder Büros stehen einer Ersatzbeschaffung aber nicht im Wege, solange die geschäftliche Tätigkeit keinen wesentlichen Teil der Immobilienfläche ausmacht.

Die Ersatzbeschaffung hat innert zwei Jahren seit dem Verkauf der ursprünglichen Liegenschaft zu erfolgen. Eine Verlängerung ist nur bei besonderen Umständen möglich.

Der Aufschub der Grundstückgewinnsteuer ist ebenfalls möglich, wenn die Ersatzliegenschaft vor dem Verkauf der ursprünglichen Liegenschaft erworben wurde, sofern der Kauf der Ersatzliegenschaft im Hinblick auf den Verkauf der ursprünglichen Liegenschaft erfolgt ist.

Bei der Besteuerung wird im Kanton Thurgau die sogenannte Abschöpfungsmethode angewendet. Der reinvestierte Teil des Gewinns wird aufgeschoben. Der frei verfügbare Gewinn aus dem Verkauf des ursprünglichen Objekts, welcher nicht in ein Ersatzobjekt investiert wird, wird hingegen besteuert.

Bei Fragen stehen wir Ihnen unsere Liegenschaftsexpertinnen und Liegenschaftsexperten gerne zur Verfügung!

    Beim Verkauf einer Immobilie lohnt es sich immer, einen Fachmann hinzu zu ziehen. So k├Ânnen unter anderem Steuern gespart werden.

    2 Kommentare

    Doris Meier, Fleischmann Immobilien AGvor 1 Jahr

    Grundst├╝cksgewinnsteuer

    Sehr geehrte Frau M├Âckli
    Danke f├╝r Ihre Anfrage. Die Veranlagung wird durch den Kanton Thurgau vorgenommen, da dort die Liegenschaft verkauft wurde. Sie k├Ânnen aber bereits den Kaufvertrag f├╝r Ihre neue Liegenschaft in Schaffhausen dort einreichen und so die Ersatzinvestition geltend machen. Den Umbau hingegen machen Sie in der Regel bei der ordentlichen Steuerveranlagung geltend, es sei denn Sie haben bereits eine abgeschlossene Abrechnung. Sie k├Ânnen ich gerne telefonisch kontaktieren, dann k├Ânnen wir die Details nochmals pers├Ânlich besprechen.
    Ich w├╝nsche Ihnen einen angenehmen Abend.
    Freundliche Gr├╝sse
    Doris Meier
    Fleischmann Immobilien AG

    Ines M├Âcklivor 1 Jahr

    Frau

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    Gerne h├Ątte ich eine Auskunft betr. Grundst├╝cksgewinnsteuer Aufschiebung.
    Ich habe mein Haus in Schlatt TG verkauft, kaufe zugleich ein neues Haus in Schaffhausen, das ich noch renovieren werde.
    Nun zu meinen Fragen: in welchem Kanton bezahle ich wenn ├╝berhaupt die Grundst├╝cksgewinnsteuer oder in welchem Kanton muss ich die Aufschiebung beantragen?
    Und welcher entg├╝ltige Kaufpreis ist massgebend beim Erwerb vom neuen Kaufobjekt? Inkl. Renovationskosten oder der urspr├╝ngliche Kaufpreis?
    Vielen Dank f├╝r Ihre baldige Antwort, so verbleibe ich

    mut freundlichen Gr├╝ssen
    Ines M├Âckli

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