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Hausverkauf im Thurgau lohnt sich
18.01.2017

Hausverkauf im Thurgau lohnt sich

Urs Fischbacher ist Leiter des Thurgauer Wirtschaftsinstituts (TWI) in Kreuzlingen und betreibt dort Verhaltensforschung. Davon kann auch die Immobilienbranche profitieren. Konkret nennt Fischbacher das Blasen-Experiment und das Experiment zum Dispositionseffekt.

Urs Fischbacher ist Leiter des Thurgauer Wirtschaftsinstituts (TWI) in Kreuzlingen und betreibt dort Verhaltensforschung. Davon kann auch die Immobilienbranche profitieren. Konkret nennt Fischbacher das Blasen-Experiment und das Experiment zum Dispositionseffekt.

Ausgewogener Thurgauer Immobilienmarkt

Das Blasen-Experiment bestätigt, dass es erst gefährlich wird, wenn Leute aus spekulativen Gründen oder aus der Hoffnung heraus, dass die Preise steigen, zum Beispiel ein Haus kaufen. Zudem weiss Fischbacher aus Blasen-Experimenten auf dem Finanzmarkt, dass «Fehler nicht so schlimm sind, wenn Leute unterschiedliche Fehler machen». Die Fehleinschätzungen höben sich dann in ihrer Wirkung gegenseitig auf. «Problematisch wird es aber, wenn alle den gleichen Fehler machen und die Fehlentscheide sich gegenseitig verstärken. Das ist der Grund für spekulative Blasen.» Er und ich uns jedoch einig, dass es schwierig ist einzuschätzen, ob sich eine Situation einer spekulativen Blase annähere oder nicht. Auf dem Thurgauer Immobilienmarkt zeigt sich aber ein ausgewogenes Bild: Die Immobilienmärkte sind sehr kleinräumig und die Nachfrage nach Liegenschaften ist seit Jahren je nach Region immer wieder unterschiedlich hoch. 

Guter Zeitpunkt für Hausverkauf

Das Experiment zum Dispositionseffekt kann ebenso helfen, auf dem Immobilienmarkt überlegter zu handeln. Kurz und bündig bedeutet der Dispositionseffekt, dass Anleger jene Anteile eher abzustossen, deren Wert gestiegen ist, und solche eher halten, deren Wert gesunken ist. Das Experiment kann laut Fischbacher durchaus auf den Immobilienmarkt übertragen werden. Aus Erfahrung kann ich bestätigen, wenn Wohneigentümer ein Haus mit Verlust verkaufen müssen, warten sie lieber zu. Dabei muss man aber bedenken: Ein Haus kann sich nur schon aufgrund des zunehmenden Alters und des zusätzlichen Unterhaltsbedarfs entwerten. Zuwarten rechnet sich zum Beispiel dann sicher nicht, wenn eine Lösung wegen einer Erbteilung oder Scheidung gefunden werden muss.» Im heutigen Umfeld ist aber eher erkennbar, dass die Preise sogar im Verhältnis zu den 1990er Jahren sehr hoch seien. Aus diesem Aspekt heraus ist heute ein guter Zeitpunkt, um Liegenschaften zu verkaufen, zumal die Nachfrage weiterhin hoch ist.

    Heute ein guter Zeitpunkt, um Liegenschaften zu verkaufen, zumal die Nachfrage weiterhin hoch sei.

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