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03.05.2016

Immobilienpreise - Dynamik lässt nach

Die Preisdynamik auf dem Thurgauer Immobilienmarkt hat definitiv nachgelassen: Die Zeitspanne für den Verkauf wird grösser, die Immobilienpreise dürften eher sinken.

Die Preisdynamik auf dem Thurgauer Immobilienmarkt hat definitiv nachgelassen: Die Zeitspanne für den Verkauf wird grösser, die Immobilienpreise dürften eher sinken.

Es hat sich schon 2015 gezeigt: Die Transaktionszeiten haben spürbar zugenommen – ein Haus wurde nicht mehr gleich schnell verkauft wie in den Boomjahren zuvor. Man hat in den letzten Jahren gespürt, wie die Zuwanderung aus dem süddeutschen Raum und aus dem Kanton Zürich markant zugenommen hat, dass dann aber die Nachfrage 2015 wieder etwas weniger ausgeprägt war. Laut einer Studie der Grossbank UBS sind aber die Preise für Wohneigentum im letzten Jahr in der Ostschweiz und dem Deutschschweizer Mittelland trotzdem noch am stärksten gestiegen.

Interessenten sind preissensibler

Die Interessenten sind – von Ausnahmen abgesehen – deutlich preissensibler geworden. Die Preise  auf dem Thurgauer Immobilienmarkt haben sich zwar nie in schwindelerregende Höhen gestiegen, trotzdem folgen sie nun dem allgemeinen schweizerischen Trend und dürften zum Teil eher etwas sinken.

Restriktive  Kreditvergabe

Kaufen ist angesichts der langanhaltenden Tiefzinsphase auch mit Blick auf die nächsten Monate bestimmt immer noch günstiger als Mieten. Indes ist auch festzustellen, dass sich das Wachstum bei den neu gewährten Hypotheken deutlich verlangsamt hat. Das hat nicht zuletzt damit zu tun, dass die Kreditvergabe restriktiver gehandhabt wird. Deshalb akzentuiert sich der Trend, dass junge Familien vermehrt nicht mehr in Zentrumsnähe, sondern auf dem Land Liegenschaften suchen, wo die Preise beträchtlich günstiger sind. Ebenfalls wird das Traumhaus wieder etwas kleiner.

Noch immer interessant

Noch immer aber sind Häuser oder Wohnungen im Thurgau bedeutend preiswerter als in der Agglomeration Zürich: Wie die neueste Studie der Grossbank UBS zeigt, ist beispielsweise ein Eigenheim von 120 Quadratmetern im Neubaustandard im Kanton Zürich nur noch für rund 25 Prozent aller Zürcher Haushalte tragbar; für ein ähnliches Objekt im Kanton Thurgau liegt die Reichweite bei 65 Prozent der Zürcher Haushalte.

 

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