w Nach der Schätzung liefen auch die Abtrennung von Bauernhaus und Land sowie der Verkauf reibungslos.
 

Referenzen

«Nach der Schätzung liefen auch die Abtrennung von Bauernhaus und Land sowie der Verkauf reibungslos.»

Reto Righetto dankt Liegenschaftsexperte Hansjörg Huber fürs versierte Vorgehen beim Verkauf des Bauernhofs seiner Schwiegereltern.

Blick auf den Alpstein, unverbaubare Lage, viel Umschwung und Freiraum für eine Familie: Wie ein Bauernhof in Langrickenbach zu neuem Leben erwacht und Pächter zu Landbesitzern macht.

Reto Righetto, der einstige Posthalter in Bürglen, hat nach seiner Pensionierung noch einmal ein umfangreiches Unterfangen angepackt: Seine Schwiegermutter hatte nach dem Tod ihres Mannes noch bis am Schluss in ihrem geliebten Bauernhaus in Langrickenbach gelebt. Weil sie den Bauernhof nicht mehr bewirtschaften konnte, wurde das weit verzweigte Land an vier Pächter vergeben – eine Lösung, die lange Zeit Bestand hatte, jedoch angesichts der neuen Umstände nach einer Änderung rief.

Vier Töchter, ein Hof, eine Haltung
Für Hansjörg Huber, dem Experten für die Vermittlung landwirtschaftlicher Liegenschaften bei Fleischmann Immobilien war die Abwicklung überschaubar. Indes gibt er zu bedenken: «Wenn es um einen Hof geht, zu dem Land gehört, sind immer umfangreiche Abklärungen zu machen und rechtliche Hürden zu nehmen.» Das jedoch lief dank der familiären Federführung von Reto Righetto reibungslos. Er kannte die Situation gut, hatte nach seiner Pensionierung Zeit, und es war ihm ein persönliches Anliegen, dass für den ehemaligen Bauernbetrieb eine gute Nachfolgelösung gefunden wird, denn: «Ich habe früher selber mitgeholfen bei der Apfelernte oder beim Heuen.» Da schwang auch ein Stück Wehmut mit. Weil er deshalb mit viel Bedacht an das Verkaufsgeschäft heranging, ist eine Nachfolgelösung herausgekommen, die für alle Seiten eine «gfreute Sache» ist. Righetto verstand es, seine Frau und ihre drei Schwestern zu einer einhelligen Haltung zu führen: «Wir waren uns schnell einig, den Hof und das Land zu verkaufen. Doch zuerst mussten wir überhaupt eine Ahnung haben, wie hoch der Preis sein könnte.» Deshalb haben sie Hansjörg Huber beigezogen, der eine Schätzung veranlasste. Nachdem es klar war, wie hoch der Wert ist, entschied sich die Familie zu einer weiteren Zusammenarbeit und erteilte die Aufträge zur Aufteilung des Bodens und zum Verkauf.

Neues Leben auf dem Hof
Schnell war klar, dass der Hof in seiner alten Form nicht für einen Haupterwerb hätte betrieben werden können. Hansjörg Huber erklärt, dass deshalb das Haus zuerst aus dem landwirtschaftlichen Bodenrecht entlassen werden musste.  Zudem musste er mit dem Kanton einige Abklärungen treffen, weil die Liegenschaft in einer Weilerzone liegt. Die verkaufende Familie war sich bewusst, dass es hierfür sinnvoll ist, einen Spezialisten beizuziehen. Das war dem Käufer, Stefan Bürgisser und seiner Familie aus Erlen, recht, wobei er fand, dass die Verantwortlichen des Kantons etwas schneller agieren hätten können. Bürgisser ist begeistert von der Liegenschaft und ist derzeit daran, das Wohnhaus mit der angebauten Scheune zu einem neuen Bijou zu machen. Reto Righetto freut’s Monate nach dem Verkauf besonders, was Bürgisser alles aus dem Haus mit dem altehrwürdigen Bleiker-Kachelofen und der einzigartigen Remise macht. Seine Familie habe bei der Wahl der Käuferschaft nämlich auch darauf geschaut, was mit dem Grundstück passiert. Dabei war klar: Es ging nicht nur um den Preis. Er sei überzeugt, dass sich dadurch im Weiler Schönenbohl in der früheren Ortsgemeinde «Auf den Höfen» eine gute neue Nachbarschaft entwickeln werde.

Pächter kaufen Land
Obwohl das verpachtete Land vom Umschwung des Bauernhauses losgelöst wurde, freut sich die Familie Bürgisser immer noch an einem ansehnlichen Umschwung mit Blick in die Weiten des Oberlands bis hin zum Säntis. Auf der anderen Seiten schätzten sich die vier ehemaligen Pächter glücklich, das Land, das sie schon Jahre bewirtschaftet haben, käuflich zu erwerben. Weil man sich auf allen Seiten schnell gefunden habe, sei der ganze Prozess in weniger als einem Jahr erfolgreich über die Bühne gegangen, sagt Huber. Wenn alles gut läuft, zieht Familie Bürgisser noch in diesem Jahr ein.

zurück